Das Ende von QT, der Anfang von QE? – Goldpreis springt auf Allzeithoch
Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche erstmals über der psychologisch wichtigen Marke von 3.000 US-Dollar je Feinunze geschlossen und beendete den Handel bei 3.023 US-Dollar. Einen zusätzlichen Auftrieb erhielt das Edelmetall am Mittwochabend, als die US-Notenbank (Fed) überraschend ankündigte, ihr Programm zur Reduzierung der Bilanzsumme (QT) praktisch einzustellen. Diese dovishe Wendung deutet auf eine künftige Lockerung der Geldpolitik hin – ein grundsätzlich bullisches Signal für Gold. In der Folge sprang der Preis auf ein neues Allzeithoch von 3.057 US-Dollar.
Gold hat sich in den letzten 20 Jahren als zuverlässiger Wertspeicher bewährt. Sein Preis hat sich seit 2005 versechsfacht und übertraf dabei die Performance vom S&P 500, der in der gleichen Zeit nur um 380% zulegen konnte – beim DAX Performanceindex waren es immerhin 437% Kursgewinn. Anfang 2005 lag der Goldpreis bei nur $438 pro Feinunze. Heute, zwanzig Jahre später, ist er um fast 600% auf 3.000 US-Dollar pro Feinunze gestiegen. Ein entscheidender Faktor für den nachhaltigen Anstieg des Goldpreises war in den letzten Jahren die starke Nachfrage der Zentralbanken. Seit Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts 2022 haben sie ihre jährlichen Goldkäufe von etwa 500 auf über 1.000 Tonnen verdoppelt. Diese Entwicklung zeigt deutlich den Trend zur Diversifizierung von Reserven zur Absicherung gegen geopolitische Risiken und potenzielle Sanktionen.
Der Goldpreis steht auf einem soliden Fundament im Umfeld geopolitischer Spannungen, einer bevorstehenden Rezession in einem Umfeld der Inflation, die sich nicht mehr einfangen lässt und Notenbanken, die keine Möglichkeit mehr haben, die Zinsen zu senken, um so den Konjunkturzyklus positiv zu beeinflussen.
Der jüngste Anstieg des Goldpreises über die Marke von 3.000 US-Dollar wurde auch durch einen schwächeren US-Dollar begünstigt, der inzwischen sämtliche Gewinne seit der Wahl Donald Trumps wieder eingebüßt hat. Gleichzeitig nehmen die Sorgen über eine harte Landung der US-Wirtschaft in einem stagflationären Umfeld zu – ein Szenario, das dem Goldpreis ähnlich wie in den 1970er-Jahren besonders zuträglich ist. In einem solchen Umfeld dürfte die Investmentnachfrage nach Gold deutlich steigen, was sich in verstärkten Zuflüssen in Gold-ETFs widerspiegeln wird. Im weiteren Jahresverlauf wäre damit ein Anstieg des Goldpreises auf bis zu 3.500 US-Dollar denkbar. In den letzten beiden Monaten sind die US-Aktienmärkte gefallen, während der Goldpreis in die Höhe geschossen ist, was typisch ist für ein stagflationäres Umfeld, ähnlich wie in den siebziger Jahren.
Silber testet Widerstand bei 35$
Der Silberpreis befindet sich aktuell an einem entscheidenden technischen Widerstand bei 35 US-Dollar. Obwohl er im Windschatten eines starken Goldpreises bis an diese Marke steigen konnte, zeigt der Terminmarkt ein überkauftes Bild mit einer Schwäche im Vergleich zum Goldmarkt. Dies spricht für eine gewisse Vorsicht, da kaum Short-Positionen bestehen, die einen Short-Squeeze über 35$ auslösen könnten. Der Aufwärtstrend bleibt intakt, doch eine nachhaltige Bewegung über 35 US-Dollar ist möglich und hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Goldpreises ab. Sollte dieser weiter steigen, ist ein Ausbruch über 35$ und folglich ein schneller Anstieg des Silberpreises in Richtung 45 bis 50 US-Dollar denkbar – ein Bereich, in dem dann auch Gewinnmitnahmen sinnvoll wären.
Langfristig bietet das aktuelle stagflationäre Umfeld ein grundsätzlich positives Umfeld für Edelmetalle wie Silber, da alternative Anlageoptionen zunehmend unattraktiv erscheinen. Eine anhaltend hohe Investmentnachfrage, vor allem bei einer Rückkehr zu einer expansiveren Geldpolitik, könnte den Silberpreis über sein nominales Allzeithoch von 50 US-Dollar hinaustragen. Risiken bestehen jedoch im Falle einer deflationären Rezession ohne schnelle geldpolitische Gegenmaßnahmen: In diesem Szenario droht ein Einbruch der industriellen Nachfrage, der den Preis ein letztes Mal drücken könnte, was als eine langfristige Einstiegschance zu sehen wäre.
Fed belässt Leitzins unverändert – düstere Projektionen verstärken Stagflationssorgen
Mit großer Spannung hatten Marktteilnehmer am Mittwochabend auf die zweite Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr gewartet. Die angespannte Stimmung an den US-Börsen war bereits im Vorfeld durch die erratische Zollpolitik von Präsident Donald Trump und die Eskalation des Zollstreits getrübt worden – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Aussichten der Vereinigten Staaten.
Wie erwartet beließ der Offenmarktausschuss (FOMC) den Leitzins im Zielkorridor von 4,25% bis 4,50%. Doch im Fokus standen weniger die Zinssätze selbst als vielmehr die aktualisierten makroökonomischen Projektionen, die deutlich pessimistischer ausfielen.
Seit der letzten FOMC-Sitzung am 29. Januar hat sich das wirtschaftliche Umfeld spürbar eingetrübt. Die Wachstumserwartung für das US-Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 wurde von zuvor 2,1% auf 1,7% gesenkt. Zugleich wurde die Prognose für die Kerninflation, gemessen am PCE-Preisindex, von 2,5% auf 2,8% nach oben revidiert. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich erste Risse: Die Fed erwartet nun eine leicht höhere Arbeitslosenquote von 4,4% bis Jahresende, gegenüber einer vorherigen Schätzung von 4,3%.
In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Fed-Chef Jerome Powell hingegen dovisher. Er betonte, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der jüngsten Zollmaßnahmen in den Prognosen bereits berücksichtigt seien. Auch reziproke Maßnahmen aus dem Ausland seien in die Modelle eingeflossen. Die Fed gehe davon aus, dass diese Einflüsse auf die Inflation lediglich temporärer Natur seien.
Besondere Aufmerksamkeit galt zudem dem aktualisierten „Dotplot“, der die Zinserwartungen der einzelnen FOMC-Mitglieder widerspiegelt. Während weiterhin ein Median von zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr angezeigt wird, verschiebt sich die Verteilung deutlich: Acht Mitglieder rechnen nur noch mit einer oder gar keiner Zinssenkung mehr, lediglich zwei halten weiterhin drei Senkungen für wahrscheinlich. Dies deutet auf eine insgesamt restriktivere Haltung innerhalb des Gremiums hin.
Verlangsamung des Quantitative Tightening (QT)
Der dovishte Punkt der Sitzung war die Ankündigung, das Tempo des Quantitative Tightening (QT) zu verlangsamen. Ab dem 1. April soll der Abbau der Fed-Bilanz erneut gedrosselt werden, indem die monatliche Reduzierung von US-Staatsanleihen von 25 Milliarden auf 5 Milliarden US-Dollar gesenkt wird. Ursprünglich betrug der Abbau 60 Milliarden US-Dollar pro Monat. Die meisten FOMC-Mitglieder sind der Meinung, dass die Liquiditätslage langsam schwierig wird. Dennoch wurde die Entscheidung mit breiter Unterstützung innerhalb der Fed getroffen.
Diese Reduzierung ist faktisch das Ende des QT für Treasuries und das Ende der geldpolitischen Normalisierung. Dabei gibt es aktuell weder Anzeichen für Stress in Geldmärkten und die Liquiditätsversorgung läuft reibungslos, noch gibt es einen Mangel an Reserven im Bankensystem. Die Reserven sind aktuell sogar höher als vor Beginn des QT-Programms.
Aus Sicht der Österreichischen Schule bestätigt diese Maßnahme erneut die strukturelle Abhängigkeit des Fiat-Geldsystems von stetigen Zentralbankintervention, wenn man deflationäre Rezessionen mit folgenden Crashs an den Aktienmärkten vermeiden will. Diese Entscheidung deutet auf eine wachsende Nervosität der Fed angesichts konjunktureller Schwäche und angespannter Liquiditätsbedingungen hin.
Das Ende des QT-Programms könnte den Beginn einer geldpolitischen Wende markieren. Auf die aktuelle Pause dürfte früher oder später ein neues Programm zur quantitativen Lockerung (QE) folgen. Da nicht primär Unternehmensgewinne, sondern vor allem die Liquidität den Gesamtmarkt treiben, stellt das Auslaufen der Bilanzreduktion ein klar bullisches Signal für die Märkte und den Goldpreis dar.
Die aktualisierten Projektionen der Fed vermitteln ein zunehmend stagflationäres Gesamtbild mit steigender Inflation, nachlassendem Wachstum und einer sich verschlechternde Lage am Arbeitsmarkt. Bereits 2019 prophezeite ich ein Jahrzehnt der Stagflation in Artikeln, Interviews, Vorträgen und Webinaren. Die Fed steht mit dem Rücken an der Wand, denn die nächste Ausweitung der Geldmenge wird nur zu einer steigenden Inflation und steigenden Marktzinsen führen, womit jeglicher Versuch eine Rezession zu vermeiden, zum Scheitern verurteilt ist. Womöglich wird man für einige Zeit eine deflationäre Rezession mit fallenden Aktienmärkten zulassen, da das Kreditgeldsystem heute viel besser kapitalisiert ist als 2008 oder vor den Lockdowns. Letztlich wird man jedoch erneut die Druckerpresse anwerfen und die deflationäre Rezession in eine Stagflation verwandeln. Dann werden über Jahre hinweg Gold, Silber und Minenaktien eines der wenigen Assets sein, die nicht nur einen Schutz vor Inflation bieten werden, sondern zusätzlich in eine reale Hausse übergehen werden.
Bemerkenswert ist, dass der Goldpreis trotz einer schrumpfenden Geldmenge eine eindrucksvolle Rallye von über 50 Prozent verzeichnen konnte – ein scheinbarer Widerspruch zu klassischen ökonomischen Mustern.
Traditionell gilt Gold als Absicherung gegen Inflation und profitiert in der Regel von einer expansiven Geldpolitik oder geopolitischen Spannungen. In diesem Fall jedoch vollzog sich der Preisanstieg in einem Umfeld restriktiver geldpolitischer Rahmenbedingungen, haussierender Aktien- und Kryptomärkte, sowie einer Konjunktureuphorie.
Diese Entwicklung lässt sich womöglich auf das wachsendes Misstrauen gegenüber dem US-Dollar als globale Reservewährung seit dem Krieg in der Ukraine zurückführen oder auf die Erwartung, dass neue geldpolitische Lockerungen als Reaktion auf eine bevorstehende Krise wieder bevorstehen könnten. Die Rallye am Goldmarkt der letzten 15 Monate bleibt ein Mysterium, das womöglich auf heimliche Käufe der Notenbanken sowie Insider auf den OTC-Märkten zurückzuführen ist, wobei die Masse erst kürzlich auf die Rallye aufgesprungen ist, was die Zuflüsse in ETF-Bestände der letzten drei Monate zeigen. Sollte sich das stagflationäre Umfeld weiter verfestigen, dürfte dies dem Goldpreis in diesem Jahr zusätzlichen Auftrieb verleihen und eine Fortsetzung der laufenden Rallye begünstigen.
Technische Analyse zu Silber: Silberpreis testet Widerstand bei 35$
Terminmarkt: COT-Report
Der COT-Report wird immer freitags seitens der US-Terminmarktaufsicht (CFTC) veröffentlicht, wobei der Stichtag der Datenerhebung der Schlusskurs vom Dienstag ist. Die COT-Daten werden also immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten von Blaschzok Research erhalten vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber und Platin. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen. Mit ihnen hat man einen Vorteil im Trading am Rohstoffmarkt.
COT-Report für Silber vom 14. März:
Der Silberpreis stieg zur Vorwoche um 83 US-Cent, wofür die Spekulanten mit 6 Tsd. Kontrakten Long gingen. Der COT-Index hat sich dementsprechend um 7 Punkte verschlechtert, während der COT-Index zum Open Interest adjustiert um 2 Punkte auf 9 Punkte fiel. Hier zeigt sich ein ausgeglichenes Verhältnis, da die Bewegung neutral war, aber die COT-Daten mit einem Wert von 9 Punkten nahe am Verkaufsbereich liegen.
Während sich am Goldmarkt im letzten Monat eine Stärke zeigte und sich die Terminmarktdaten verbesserten, obwohl der Preis stabil blieb, zeigte sich am Silbermarkt mit einem Preisanstieg von einem Dollar eine Verschlechterung um 9 Tsd. Kontrakte. Damit sind die COT-Daten für Silber erneut näher am Verkaufsbereich und insgesamt schlechter als die für Gold.
Das erklärt auch, warum der Silberpreis aktuell nur bei 34$ notiert bzw. am Widerstand bei 35$ festhängt. Entscheidend ist jetzt, ob der Goldpreis nur ein Abfischen über 3.000 $ erlebt und anschließend wieder darunter fällt oder ob er weiter steigen kann. Falls der Goldpreis weiter anzieht, könnte auch Silber weiter steigen, aber es gibt keinen Raum für einen Short-Squeeze am Terminmarkt.
Es gibt schlichtweg nicht genügend Short-Positionen, die gesqueezed werden könnten – jeder ist bereits Long am Terminmarkt. Eine nackte Short-Position mit einer großen Manipulation, von der oft gesprochen wird, existiert nicht. Trotzdem dürfte es über 35$ verstärkte Käufe geben, während die Verkäufer darüber erst einmal abwarten und passiv auf der Seitenlinie stehen dürften.
Die Silberbullen konnten zuletzt den intakten Aufwärtstrend verteidigen, worauf der Silberpreis im Umfeld eines starken Goldpreises weiter bis an den Widerstand bei 35$ ansteigen konnte.
Zuletzt lag der Silberpreis im Oktober bei 35$, während der Goldpreis mit über 3.000$ bereits 250$ über dem Hoch von Oktober handelt. Dies zeigt eine relative Schwäche am Silbermarkt, die sich früher so nicht zeigte. Früher stieg gerade der Silberpreis in einer fortgeschrittenen Rallye am Goldmarkt stärker als der Goldpreis an, insbesondere am Ende einer so starken Hausse. Dies sehen wir diesmal nicht, was daran liegt, dass die Goldrallye nicht von der breiten Masse der Investoren, sondern von Käufen der Notenbanken und Insidern am OTC-Markt getrieben wurde.
Obwohl der Silbermarkt mit einem COT-Index von 8 Punkten als überkauft gilt, dürfte ein weiterer Anstieg des Goldpreises weitere Investmentnachfrage am Silbermarkt schaffen, die den Silberpreis über den Widerstand bei 35 Dollar und folgend möglicherweise in Richtung des Allzeithochs von 50 Dollar treiben könnte.
Kann sich der Goldpreis also über 50$ halten und weiter ansteigen, so dürfte der Silberpreis über seinen Widerstand bei 35$ ausbrechen. Infolgedessen dürften sich Leerverkäufer eindecken, während sich Shortseller zurückhalten und Spekulanten auf einen Anstieg bis in den Widerstandsbereich von 45$ bis 50$ wetten dürften. Diese Bewegung könnte sehr schnell vonstattengehen, wobei man dann an dem Widerstandsbereich zwischen 45$ und 50$ jegliche Gewinne einstreichen sollte. Eine folgende Korrektur könnte den Preis schnell wieder zurück auf 35$ fallen lassen.
Aktuell hält nur die starke Nachfrage nach Gold den Silbermarkt oben. Ein gutes Setup für einen Swing-Trade gibt es derzeit nicht, da das Chance-Risiko-Verhältnis ungünstig ist. Die zukünftige Entwicklung hängt maßgeblich von der kurzfristigen Goldpreisentwicklung ab.
Im bärischen Szenario kann der Goldpreis nicht die Marke von 3.000 Dollar verteidigen und fällt darunter zurück, worauf es zu einer mehrmonatigen Korrektur am Goldmarkt kommt. In diesem Fall dürfte der Silberpreis stärker korrigieren, wobei der Bereich von 26 bis 24 Dollar durchaus realistisch erscheint. Gerade in einer möglichen Rezession bestehen kurz- bis mittelfristig große Risiken für Silber, wobei in diesem Umfeld der Preis auch noch einmal auf 22$ korrigieren könnte. Erst wenn die Zentralbanken auf eine Rezession oder einen exogenen Schock, wie beispielsweise einen Krieg, mit umfangreichen quantitativen Lockerungen (QE) reagieren, hat Silber das Potenzial, die Marke von 50 US-Dollar nachhaltig zu überwinden.
Langfristige Analyse
Der Langfristchart verdeutlicht, wie wichtig der Widerstand bei 35$ ist. Wird diese Marke rausgenommen, wäre ein schneller Sprung auf 44$ bis 50$ schnell möglich. Eine Rezession bleibt eine Gefahr für die industrielle Nachfrage am Silbermarkt
Das aktuell diskutierte stagflationäre Umfeld dürfte Investoren auf längere Sicht nur wenige überzeugende Anlagealternativen bieten. Zu den wenigen Vermögenswerten, die in einem solchen makroökonomischen Setting profitieren könnten, zählen vor allem Gold und Silber.
Die in diesem Umfeld voraussichtlich stark steigende Investmentnachfrage dürfte zu einem anhaltenden physischen Nachfrageüberhang führen, insbesondere bei Silber. Dies dürfte den Silberpreis langfristig über sein nominales Allzeithoch von 50 US-Dollar hinaustragen.
Die langfristige Entwicklung am Gold- und Silbermarkt bleibt weiterhin stark von einer möglichen Rückkehr zu einer lockeren Geldpolitik abhängig – etwa als Reaktion auf eine Rezession oder geopolitische Spannungen.
Ein möglicher Risikofaktor bleibt das Szenario einer deflationären Rezession, in der die Zentralbanken nicht unmittelbar mit expansiven Maßnahmen reagieren. In diesem Fall könnte die industrielle Nachfrage – insbesondere bei Silber – deutlich zurückgehen, der Terminmarkt bereinigt werden und ein erneuter Test der Unterstützung im Bereich von 22 US-Dollar erfolgen.
Ein solches Tief sollte jedoch als strategische Einstiegschance genutzt werden, um in Silber langfristig Long-Positionen aufzubauen.